Kolland Topsport Asics

Ort
Datum
Bericht / Fotos
Kaprun
23.01.2010
Susanne Kolland


5 Goldene und 4 Silberne bei den Österreichischen Meisterschaften im Wintertriathlon für Kolland Topsport Asics

Die ersten Meisterschaften am Beginn einer für Kolland Topsport Asics sehr langen Saison sind wie jedes Jahr die ÖM im Wintertriathlon. Für uns ein Highlight, nicht nur wegen der langen Wettkampfpause, sondern auch weil der Mannschaftstitel die letzten Jahre hindurch immer von unseren Athleten gewonnen werden konnte.

Obwohl Silvio Wieltschnig und Florian Moser verletzungsbedingt einige Trainingseinheiten nachhinkten und auch Bernd Tauderer aus beruflichen Gründen einige Trainingskilometer fehlten, freuten wir uns auf den Wettkampf in Kaprun, Flechl Harald hingegen zeigte schon in St. Jakob, dass mit ihm sehr stark zu rechnen ist.

Ausgezeichnetes Winterwetter,dazu ein hochkarätiges Starterfeld aus 6 Nationen, da diese Veranstaltung auch als Weltcup ausgetragen wurde.



erfolgreiche Titelverteidigung mit der Mannschaft: 1. und 2. Platz in der ÍM Teamwertung
erfolgreiche Titelverteidigung mit der Mannschaft: 1. und 2. Platz in der ÍM Teamwertung


Dem Veranstalter war es allerdings 1 Stunde vor dem Start nicht möglich, dem Mannschaftsführer von Kolland Topsport Asics eine Startliste auszuhändigen. An der „zuständigen Stelle“ (vorher wurden wir 3 Mal im Kreis herumgeschickt)meinten die 2 Damen, sie sitzen nur freiwillig hier und es lange, wenn eine Startliste aushängen würde, die allerdings nicht einmal korrekt war, Wieltschnig und Prungraber erhielten 5 Minuten(!) vor dem Start neue Nummern, weil man doch draufgekommen war, dass dem Vizemeister aus dem Vorjahr doch eine niedere Nummer zusteht. Wenn man zu einem „Weltcuprennen“ kommt, möchte man schon annehmen, dass für ein Nenngeld von 40 Euro pro Starter für den Teamführer eine Starterliste drinnen ist. Das bemängelte Teamchef Harry Kolland vor Ort, aber es ging erst richtig los. 15 Minuten vor dem Start wurde Richard Nudl mitgeteilt, dass er mit seinem Radlenker nicht startberechtigt sei. Die letzten Jahre, egal ob bei Welt- und Europameisterschaften und auch Staatsmeisterschaften stellte der Lenker kein Problem dar (kann es auch nicht, weil im Regelwerk nichts Gegenteiliges steht), Herwig Grabner darauf angesprochen, ab wann denn dieser Lenker verboten sei, meinte dieser nur lapidar: „ ab heute“. Es ist schon etwas „eigenartig“, dass das Reglement von einem Funktionär von einer Sekunde auf die andere abgeändert werden kann!
Richard bekam freundlicherweise vom Junioren-Europameister Felix Waldhuber sein Rad geborgt, Umstellungen am Rad konnten unmittelbar vor dem Start aber keine mehr vorgenommen werden.
Nach all der Hektik gings jetzt aber los:



Silvio lief den schnellsten Laufsplit
Silvio lief den schnellsten Laufsplit


Silvio Wieltschnig setzte sich gleich ab, lief auch den schnellsten Laufsplit, dahinter Rothberger und Prungraber, des weiteren Fellin, Jandl, Bauer, Florian Moser und Vorderderfler.


Florian Moser, Startnummer 38, in der Gruppe mit Sigi Bauer
Florian Moser, Startnummer 38, in der Gruppe mit Sigi Bauer




Sehr gut im Rennen auch die anderen Kolland Topsport Asics Athleten, Flechl, Krempl, Nudl und Tauderer im Paket. Sigi Bauer wechselt wieder sehr schnell vom Langlaufen aufs Bike. Eine sehr schnelle Radgruppe mit Wieltschnig, Bauer, Rothberger, Prungraber, Vorderderfler und Jandl, Florian Moser kommt alleine zum Fahren, dahinter die Gruppe mit Nudl, Frühwirth und Flechl.
Beim Wechsel auf die LL-Ski ist Bauer wieder am schnellsten,er ist an diesem Tag der beste Wintertriathlet und gewinnt verdient den Titel des Österreichischen Staatsmeisters.

Dahinter ist es aber spannend. Rothberger hat das bessere Ende für sich und wird vor Vorderderfler und Wieltschnig Vize. Gesamtfünfter Prungraber, herrausragend die Leistung von Florian Moser, der trotz Trainingsrückstand nur 13 Sekunden später ins Ziel kommt und die Elite I gewinnt.



Florian Moser, Sieger Elite I
Florian Moser, Sieger Elite I


Einen Top-Wettkampf lieferte wieder einmal Harry Flechl, er gewinnt die M 45 und lässt die Master WM und EM Zdouc und Kern hinter sich. Mit Wieltschnig, Moser und Flechl gelingt die Titelverteidigung aus dem Vorjahr souverän vor unserer zweiten Mannschaft mit Tauderer, Nudl und Krempl und wir holen Meister und Vizemeistertitel in die Steiermark. Platz 3 sichert sich das Team von SU Tri Styria.

Routinier Tauderer fährt ein solides Rennen, Richi Nudl gewinnt in der Klasse M 40 Silber und Martin Krempl rundet unser gutes Abschneiden ab.


Sieger M 45 Harry Flechl
Sieger M 45 Harry Flechl


Die Pleiten-Pech und Pannenshow ging aber noch weiter!

Bei wichtigen Wettkämpfen wie z.B. Staatsmeisterschaften und Weltcuprennen schreiben die ÖTRV Regeln dem Veranstalter vor, tunlichst eine Chip-Zeitnehmung zu organisieren. Dies war jedoch nicht der Fall. Es gab Probleme und die Zeiten mussten händisch gestoppt und gerechnet werden und man hat auf das 2. Team von Kolland Topsport Asics einfach vergessen. Bei der Siegerehrung, die eineinhalb Stunden verspätet durchgeführt wurde, vergaß man auch auf das Aushängen einer Ergebnisliste, denn es gab gar keine! So hatten wir auch keine Möglichkeit, Protest einzulegen, da es auch keine Einspruchsfrist gab! Auf der Internetseite des ÖTRV wurde die Ergebnisliste erst am nächsten Tag veröffentlicht. Entspricht natürlich auch nicht dem Reglement. Auch die Streckensicherung ließ sehr zu wünschen übrig, sodass Fahrer in Spitzenpositionen von 35 km/h auf 0 abbremsen mussten, weil sich Reiter mit Pferden auf der Radstrecke befanden!
Wer an Wettkämpfen teilnimmt, übers Jahr hart trainiert, um überhaupt in den engeren Kreis der Medaillenanwärter zu kommen, weiß auch, dass nur die „Siegerehrung“ am Tag der erbrachten Leistung zählt und nicht eine mit der Post zugestellte Medaille. Unsere Athleten bereiten sich das ganze Jahr über auf die Wettkämpfe vor und bereichern durch ihr Antreten auch die Veranstaltung. Deshalb darf man auch erwarten, zumal ja das Nenngeld nicht gerade niedrig ist, als Gast behandelt zu werden und nicht ein Wald- und Wiesenrennen geboten bekommt. Vielleicht könnten sich auch einige Funktionäre des ÖTRV dazu herablassen, ihr eigenes Regelwerk zu studieren und umzusetzen, um nicht in willkürlicher und selbstgerechter Manier Athleten in der Ausübung ihres Sports zu „behindern“.
Ein nicht nur erfolgreicher, sondern auch „erfahrungsreicher“ Wettkampf, bei dem aber leider ein schaler Nachgeschmack bleibt.